Erdi
10.01.2011, 20:52
Geschichten der LIEBE, Vergebung, Heilung
1) Jüdischer polnischer Rechtsanwalt "Wild Bill" im KZ
---Aus Georg Ritchies Buch "Rückkehr von Morgen", in dem er die tiefgehendste Nahtod-Erfahrung (-außer der Th.-Mellen-Nahtoderfahrung-) als junger amerikanischer Soldat beschreibt, die ich je gelesen habe, und wodurch R.Moodys zu seinem Buch "Leben nach dem Tod" inspiriert wurde. ---.
Abschrift S.90-92:
"Als im Mai 1945 der Krieg in Europa zu Ende ging, kam die 123. mit den Besatzungstruppen auch nach Deutschland. Ich gehörte zu einer Gruppe, die in ein KZ in der Nähe von Wuppertal abgeordnet wurde. und hatte den Auftrag, medizinische Hilfe für die erst kürzlich befreiten Gefangenen zu bringen, von denen viele Juden aus Holland, Frankreich und dem östlichen Europa waren. Dieses war die erschütterndste Erfahrung, die ich je gemacht hatte. Bis dahin war ich viele Male dem plötzlichen Tod und der Verwundung ausgesetzt gewesen, --aber die Wirkung eines langsamen Hungertodes zu sehen, durch jene Baracken zu gehen, wo Tausende von Menschen Stückchen für Stückchen über mehrere Jahre gestorben waren, all das war eine neue Art von Horror. Für viele war es ein unwiderruflicher Prozeß. Wir verloren Dutzende täglich, obwohl wir sie schnellstens mit Medizin und Nahrung versorgten.
Jetzt brauchte ich meine neue Erkenntnis, in der Tat. Wenn es so schlimm wurde, daß ich nicht mehr handeln konnte, tat ich das, was ich gelernt hatte zu tun. Ich ging von einem Ende zum anderen in dem Stacheldrahtverhau und schaute in die Gesichter der Menschen, bis ich feststellte, daß das Gesicht CHRISTI mich anblickte.
Und so lernte ich Wild Bill Cody kennen. Das war nicht sein eigentlicher Name. Sein wirklicher Name hatte sieben unaussprechliche polnische Silben, aber er hatte einen langen herunterhängenden Lenkstangenbart, wie man ihn auf Bildern der alten Westernhelden sah, sodaß die amerikanischen Soldaten ihn Wild Bill nannten. Er war einer der Insassen des KZs. Aber offensichtlich war er nicht lange dort gewesen: Seine Gestalt war aufrecht, seine Augen hell, seine Energie unermüdlich. Da er sowohl Englisch, Französisch, Deutsch und Russisch als auch Polnisch fließend sprach, wurde er eine Art inoffizieller Lagerübersetzer.
Wir kamen zu ihm mit allen möglichen Problemen. Der Papierkram hielt uns oft auf bei dem Versuch, Leute zu finden, deren Familien, ja sogar ganze Heimatorte möglicherweise verschwunden waren. Aber obwohl Wild Bill 15 oder 16 Stunden täglich arbeitete, zeigten sich bei ihm keine Anzeichen von Ermüdung. Während wir übrigen uns vor Müdigkeit hängen ließen, schien er an Kraft zu gewinnen. "Wir haben Zeit für diesen alten Kameraden." sagte er. "Er hat den ganzen Tag auf uns gewartet.". Sein Mitleid für seine gefangenen Kameraden strahlte aus seinem Gesicht, und zu diesem Glanz kam ich, wenn mich der Mut verlassen wollte.
Ich war darum sehr erstaunt, als ich die Papiere von Wild Bill eines Tages vor mir liegen hatte, daß er seit 1939 im KZ gewesen wa! Sechs Jahre lang hatte er von derselben Hungertoddiät gelebt und wie jeder andere in derselben schlecht gelüfteten und von Krankheiten heimgesuchten Baracke geschlafen, dennoch ihne die geringste körperliche oder geistige Verschlechterung. Noch erstaunlicher war vielleicht, daß jede Gruppe im Camp ihn als einen Freund betrachtete. Er war derjenige, dem Streitigkeiten zwischen den Insassen zum Schiedsspruch vorgelegt wurden. Erst nachdem ich wochennlang dort gewesen war, erkannte ich, welch eine Rarität dies in einem Gelände war, wo die verschiedensten Nationalitäten von Gefangenen einander fast so sehr haßten, wie sie die Deutschen haßten.
Was die Deutschen betraf, stiegen die Gefühle gegen sie in einigen der Lager, die etwas früher befreit worden waren, so hoch, daß frühere Gefangene sich Gewehre geschnappt hatten und in das nächste Dorf gerannt waren und einfach den ersten Deutschen, den sie sahen, erschossen hatten. Es war ein Teil unserer Instruktionen, diese Dinge zu verhindern. Und wieder war Wild Bill unser größter Aktivposten, wenn er mit den verschiedenen Gruppen vernünftig redete und ihnen riet, Vergebung zu üben.
"Es ist nicht leicht für sie zu vergeben." erklärte ich ihm eines Tages, als wir im Zentrum für alle Abwicklungen mit unseren Teetöpfen beieinander saßen. "Viele von ihnen haben ihre Familienangehörigen verloren."
Wild Bill lehnte sich in dem geraden Stuhl tzurück und schlürfte sein Getränk.
"Wir lebten im jüdischen Sektor von Warschau" fing er langsam an. Es waren die ersten Worte, mit denen er mir gegenüber von sich selbst sprach. "Meine Frau, unsere zwei Töchter und unsere drei kleinen Jungen. Als die Deutschen unsere Straße erreichten, stellten sie jeden an die Wand und eröffneten mit Maschinengewehren das Feuer. Ich bettelte, daß sie mir erlauben würden, mit meiner Familie zu sterben. Aber da ich deutsch sprach, steckten sie mich in eine Arbeitsgruppe."
Er unterbrach, vielleicht weil er wieder seine Frau und seine fünf Kinder vor sich sah. "Ich mußte mich dann entscheiden" fuhr er fort, "ob ich mich dem Haß den Soldaten gegenüber hingeben wollte, die das getan hatten. es war eine leichte Entscheidung, wirklich!
Ich war Rechtsanwalt. In meiner Praxis hatte ich zu oft gesehen, was der Haß im Sinn und an den Körpern der Menschen auszurichten vermochte. Der Haß hatte gerade sechs Personen getötet, die mir das meiste auf der Welt bedeuteten. Ich entschied mich dafür, daß ich den Rest meines Lebens -- mögen es nur wenige Tage oder viele Jahre sein -- damit zubringen wollte, jede Person, mit der ich zusammenkam, zu lieben."
Jede Person zu lieben ... das war die Kraft, die den Mann in allen Entsagungen so wohl erhalten hatte. Es war die Kraft, die mir zuerst im Krankenzimmer von Texas begegnet war, und, das lernte ich Stück für Stück, wo Jesus CHRISTUS hindurchscheinen wollte, --ob der menschliche Träger sich dessen bewußt war oder nicht.
2) Jüdisches Mädchen, das das KZ überlebte und dort ihre Eltern verlor.
( -Aus einer TV-Sendung- ), Erinnerung aus dem Gedächtnis heraus. Ich nenne das Mädchen rebecca, da ich ihren richtigen Namen vergessen habe.
Rebecca erlebte im KZ Schreckliches, verlor dort ihre Eltern und überlebte diese Zeit.
Danach wanderte sie nach USA aus, wollte niemals wieder deutschen Boden betreten. Die Deutschen waren ein extrem verhaßtes Volk für sie geworden, denen sie niemals verzeihen konnte, sie jahrzehntelang aus tiefstem Herzen haßte. Sie wurde nach zwei oder drei Jahrzehnten gebeten, zu einem Vortrag nach Deutschland zu kommen, um hier zu sprechen. Aber sie lehnte voller Haß ab. das würde sie niemals tun. Aber immer wieder wurde sie gebeten. Und nach einigen Jahren gab sie schließlich nach, doch zu kommen und im Berliner Olympia-Stadion zu sprechen, obwohl sie vorher erst recht nicht dorthin gewollt hatte, weil Hitler gerade da sein "3.Reich" vor aller Welt zur Schau gestellt hatte.
Und als sie dann vor dem vollen Stadion sprach, sah sie in die Gesichter der vielen Menschen und sagte auf einmal: "Ich vergebe euch, was ihr uns im KZ angetan habt!"
Nach dem Vortrag kniete ein Mann vor ihr und legte weinend sein Gesicht auf ihre Hände. Er war ein ehemaliger Aufseher in ihrem früheren KZ gewesen.
Und Rebecca, die ihre ganzes Leben unter vielen Krankheiten gelitten hatte, war von diesem Zeitpunkt an gesund.
3) KZ-Häftling L. (-TV-Sendung-)
Weihnachten 1943 wurde der Häftling L., dessen Arm gebrochen war und der, da er kaum zu essen hatte, sehr mager und hungrig war, zum Kommandanten gerufen. Der ließ sich gerade ein wunderbares Essen schmecken. Danach trank er Kaffee und führte sich einen leckeren Kuchen zu. "Ihre Frau kann wunderbar kochen." sagte er zu L. Sie schickt immer zu Weihnachten (-oder auch anderen Festen?-) ein schönes Paket an dich, das ich mir immer gerne schmecken lasse."
L. dachte daran, daß sich das seine Frau vom Munde abgespart haben mußte und seine Kinder deshalb auch verzichten müßten. Ob er wenigstens einmal an dem Kuchen riechen dürfte, fragte er. Er durfte es nicht!
Nach dem Krieg, den L. überlebte, wanderte der ehemalige Kommandeur aus, wie er viel später erfuhr. Etwa 1970 reiste er nach Brasilien(?) und besuchte diesen Kommandeur und dessen Frau. Der erkannte ihn nicht. "Erinnern Sie sich an Weihnachten 1943?" fragte L. . Der Kommandeur erinnerte sich da und fing an zu weinen. "Wollen Sie sich nun an mir rächen?" fragte er. "Ja!" sagte L., packte ein großes Paket mit einem wunderbaren Kuchen aus, setzte ihn auf den Tisch und aß ihn in Frieden zusammen mit seinem ehemaligen Peiniger und dessen Frau.
4) Phan Thi Kim Phuc, Vertrauensbotschafterin der UNESCO
Eines der bekanntesten Bilder (-Pulitzer Preis-) des Vietnamkrieges ist das mit dem durch die Napalmbombe nackt gewordene und rennende Mädchen Phan Thi Kim Phuc. Hier ein Text zu diesem Foto aus dem Internet:
"Vietnamesische Mädchen fliehen am 8. Juni 1972 aus ihrem Zuhause in Trang Bang. Ein Flugzeug der südvietnamesischen Luftwaffe hat versehentlich eine Napalmbombe auf ihr Dorf 26 Meilen ausserhalb von Saigon abgeworfen. Es ist zweifellos eines der bekanntesten Fotos des Krieges. 25 Jahre später wird das nackte, rennende Mädchen, Phan Thi Kim Phuc, zur Vertrauensbotschafterin der UNESCO ernannt."
Phan Thi Kim Phuc hatte noch jahrzehntelang Schmerzen durch dieses Ereignis. Dennoch gelang es ihr, in ein normales Leben zu kommen. Sie heiratete, lebte später in den USA, wurde zur Vertrauensbotschafterin der UNESCO ernannt. Sie hielt später häufig Vorträge über diese Ereignisse.
Der Pilot, der die Bombe abgeworfen, aber nicht gewußt hatte, daß in diesem Gebiet noch Zivilisten waren, litt ohne Ende unter seinem Verhalten, diese Bombe abgeworfen zu haben. Er wurde depressiv, zum Trinker, schließlich wurde er Geistlicher. Und doch litt er immer noch weiter. Dann kam er durch eine Verkettung von Umständen zu einem ihrer Vorträge in der Nähe. Am Ende ging er zu ihr und bekannte ihr weinend, daß er es gewesen war, der die Bombe abgeworfen hatte. Sie aber umarmte ihn und erklärte ihm, sie vergebe ihm.
Ab diesem Zeitpunkt gesundete er.
5) Motorrad-Rocker (TV-Sendung-)
Ein gestandener Motorrad-Rocker, korpulent, muskelbepackt und stark tätowiert, dessen Lebensinhalt zwei Jahrzehnte aus seiner Harley-Davidson bestand, dachte nach dem Tod eines seiner Freunde zum ersten Mal ernsthaft drüber nach, was wohl nach dem Tod sein würde. Dann, einige Zeit später, hörte er auf einmal laut eine Stimme: "ICH liebe dich!" sagen, was sie noch zweimal wiederholte. Aber es war niemand da außer ihm. Er empfand einen großen Frieden beim Hören. Danach kam er in Verbindung mit dem Glauben.
6) Dustin(?), Inhaber eines kleinen Geschäftes (-TV-Sendung-)
Dustin, der Inhaber eines kleinen Geschäftes, wurde kurz vor Geschäftsschluß in seinem kleinen Laden überfallen und niedergeschlagen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, lag dort ca 1 Woche im Koma. Es war nicht klar, ob er je wieder gesunden würde, besser gesagt, es wurde, falls er aufwachen würde, eine bleibende schwere Behinderung bei ihm erwartet. denn er hatte eine schwere Gehirnschädigung erlitten.
Im Koma erlebte er aber nicht nur eine Leere, sondern er hatte in diesem Zustand eine Vision von Jesus, der ihm erschien und fragte, ob er weiterleben wollte, was er bejahte. Dann müßte er wiedergeboren werden, antwortete ihm Jesus. Wie das gehen sollte, fragte er. Seine Mutter sei schon gestorben, und sein Vater bereits über 70 Jahre alt. Von Jesus bekam er aber keine Antwort auf diese Frage.
Nach seinem Aufwachen stellte sich heraus, daß er u.a. auf seiner linken Körperhälfte gelähmt war.
Eines Tages setzte sich ein Pastor an sein Bett und las ihm aus der Bibel vor, u.a. die Stelle aus der Bibel, wo Jesus sagte, Nikodemus müsse wiedergeboren werden. Als er diese Worte hörte, war er ganz aufgeregt, fragte, was das sei, Wiedergeburt. Der Pastor sagte ihm, er müsse sein Leben Jesus/GOTT weihen, er solle ihm Worte nachsprechen mit einem solchen Versprechen. Als er das tat, fuhr es ihm wie ein elektrischer starker Schlag durch seine gelähmte Körperhälfte. Und dann begann seine Heilung immer stärker einzusetzen ganz gegen die negative Prognose der Ärzte, bis er am Ende wieder vollständig gesundete.
7) Polizist Michael(?) (-TV-Sendung-)
USA: Zwei betrunkene Autofahrer stießen spät abends in der Dunkelheit zusammen. Polizei und Rettungswagen kamen. Michael regelte den Verkehr währenddessen, stand dazu auf der Straße. Mit seinem Auto raste da ein dritter Betrunkener heran und fuhr direkt gegen Michael, der weit durch die Luft flog, dann schwer verletzt am Boden lag. Seine Beine waren fast vollständig zertrümmert. Er fiel er ins Koma. Wie Dustin erschien Jesus auch Michael in einer Vision.
Michael wachte später auf. Seine Beine würden in 4 Wochen amputiert werden müssen, sagte ihm ein Arzt. Und es hieß, er würde nur dann in eine spätere Therapie kommen können, wenn sich innerhalb von 90 Tagen eine Besserung einstellen würde, an die Ärzte nicht ganz glauben konnten.
Michael haßte den Verursacher seines Unglücks, der sein ganzes Leben zerstört hatte, zu dieser Zeit aus tiefstem Herzen. Da wurde ihm gesagt, der Fahrer wollte ihn einmal besuchen. Das wollte er überhaupt nicht, --und doch sagte er "Ja".
Bevor dieser Fahrer kommen sollte, begann er doch, sich aufzuregen und bat dann Jesus, er möge durch ihn zu sprechen. Dann kam der junge Fahrer herein. Er sah Michael nicht an, setzte sich auf einen Stuhl neben dem Bett und sagte, er sei nicht schuld an diesem Unfall, das sei Michael selber. Denn warum habe er denn im Dunkeln auf der Straße gestanden? Das sei nicht recht gewesen.
Und Michael hörte sich sagen: "Was du getan hast, finde ich nicht richtig. Aber ich liebe dich. " Der Fahrer verließ schweigend das Zimmer, immer noch, ohne Michael anzusehen.
Und ab diesem Zeitpunkt begann Michaels Heilung. Nach 4 Wochen war die Besserung zum größten Erstaunen der Ärzte weiter gediehen als der genannte Fortschritt der gesetzten 90-Tage-Frist, der da bereits schon erreicht war. Er kam danach in Therapie.
Dennoch fragte er bei allen Ärzten vergeblich danach, seine Beine heilen zu lassen. Aber sie waren so zertrümmert, daß niemand meinte, ihm helfen zu können. Dann fand er schließlich einen Arzt, der sagte, wenn seine Haut wieder in Ordnung sei, könne er eine Transplantation aus seiner Hüfte ausführen. Und das geschah! Nach einem Jahr konnte Michael erst an Krücken und später ohne Hilfen wieder gehen. Er kehrte sogar in seinen Beruf zurück! Nur seine geheilten Beine sahen etwas deformiert aus aufgrund der OPs.
"Das ist dann ein gutes Gesprächsthema, über diese wunderbare Heilungsgeschichte zu sprechen!" sagte Michael.
1) Jüdischer polnischer Rechtsanwalt "Wild Bill" im KZ
---Aus Georg Ritchies Buch "Rückkehr von Morgen", in dem er die tiefgehendste Nahtod-Erfahrung (-außer der Th.-Mellen-Nahtoderfahrung-) als junger amerikanischer Soldat beschreibt, die ich je gelesen habe, und wodurch R.Moodys zu seinem Buch "Leben nach dem Tod" inspiriert wurde. ---.
Abschrift S.90-92:
"Als im Mai 1945 der Krieg in Europa zu Ende ging, kam die 123. mit den Besatzungstruppen auch nach Deutschland. Ich gehörte zu einer Gruppe, die in ein KZ in der Nähe von Wuppertal abgeordnet wurde. und hatte den Auftrag, medizinische Hilfe für die erst kürzlich befreiten Gefangenen zu bringen, von denen viele Juden aus Holland, Frankreich und dem östlichen Europa waren. Dieses war die erschütterndste Erfahrung, die ich je gemacht hatte. Bis dahin war ich viele Male dem plötzlichen Tod und der Verwundung ausgesetzt gewesen, --aber die Wirkung eines langsamen Hungertodes zu sehen, durch jene Baracken zu gehen, wo Tausende von Menschen Stückchen für Stückchen über mehrere Jahre gestorben waren, all das war eine neue Art von Horror. Für viele war es ein unwiderruflicher Prozeß. Wir verloren Dutzende täglich, obwohl wir sie schnellstens mit Medizin und Nahrung versorgten.
Jetzt brauchte ich meine neue Erkenntnis, in der Tat. Wenn es so schlimm wurde, daß ich nicht mehr handeln konnte, tat ich das, was ich gelernt hatte zu tun. Ich ging von einem Ende zum anderen in dem Stacheldrahtverhau und schaute in die Gesichter der Menschen, bis ich feststellte, daß das Gesicht CHRISTI mich anblickte.
Und so lernte ich Wild Bill Cody kennen. Das war nicht sein eigentlicher Name. Sein wirklicher Name hatte sieben unaussprechliche polnische Silben, aber er hatte einen langen herunterhängenden Lenkstangenbart, wie man ihn auf Bildern der alten Westernhelden sah, sodaß die amerikanischen Soldaten ihn Wild Bill nannten. Er war einer der Insassen des KZs. Aber offensichtlich war er nicht lange dort gewesen: Seine Gestalt war aufrecht, seine Augen hell, seine Energie unermüdlich. Da er sowohl Englisch, Französisch, Deutsch und Russisch als auch Polnisch fließend sprach, wurde er eine Art inoffizieller Lagerübersetzer.
Wir kamen zu ihm mit allen möglichen Problemen. Der Papierkram hielt uns oft auf bei dem Versuch, Leute zu finden, deren Familien, ja sogar ganze Heimatorte möglicherweise verschwunden waren. Aber obwohl Wild Bill 15 oder 16 Stunden täglich arbeitete, zeigten sich bei ihm keine Anzeichen von Ermüdung. Während wir übrigen uns vor Müdigkeit hängen ließen, schien er an Kraft zu gewinnen. "Wir haben Zeit für diesen alten Kameraden." sagte er. "Er hat den ganzen Tag auf uns gewartet.". Sein Mitleid für seine gefangenen Kameraden strahlte aus seinem Gesicht, und zu diesem Glanz kam ich, wenn mich der Mut verlassen wollte.
Ich war darum sehr erstaunt, als ich die Papiere von Wild Bill eines Tages vor mir liegen hatte, daß er seit 1939 im KZ gewesen wa! Sechs Jahre lang hatte er von derselben Hungertoddiät gelebt und wie jeder andere in derselben schlecht gelüfteten und von Krankheiten heimgesuchten Baracke geschlafen, dennoch ihne die geringste körperliche oder geistige Verschlechterung. Noch erstaunlicher war vielleicht, daß jede Gruppe im Camp ihn als einen Freund betrachtete. Er war derjenige, dem Streitigkeiten zwischen den Insassen zum Schiedsspruch vorgelegt wurden. Erst nachdem ich wochennlang dort gewesen war, erkannte ich, welch eine Rarität dies in einem Gelände war, wo die verschiedensten Nationalitäten von Gefangenen einander fast so sehr haßten, wie sie die Deutschen haßten.
Was die Deutschen betraf, stiegen die Gefühle gegen sie in einigen der Lager, die etwas früher befreit worden waren, so hoch, daß frühere Gefangene sich Gewehre geschnappt hatten und in das nächste Dorf gerannt waren und einfach den ersten Deutschen, den sie sahen, erschossen hatten. Es war ein Teil unserer Instruktionen, diese Dinge zu verhindern. Und wieder war Wild Bill unser größter Aktivposten, wenn er mit den verschiedenen Gruppen vernünftig redete und ihnen riet, Vergebung zu üben.
"Es ist nicht leicht für sie zu vergeben." erklärte ich ihm eines Tages, als wir im Zentrum für alle Abwicklungen mit unseren Teetöpfen beieinander saßen. "Viele von ihnen haben ihre Familienangehörigen verloren."
Wild Bill lehnte sich in dem geraden Stuhl tzurück und schlürfte sein Getränk.
"Wir lebten im jüdischen Sektor von Warschau" fing er langsam an. Es waren die ersten Worte, mit denen er mir gegenüber von sich selbst sprach. "Meine Frau, unsere zwei Töchter und unsere drei kleinen Jungen. Als die Deutschen unsere Straße erreichten, stellten sie jeden an die Wand und eröffneten mit Maschinengewehren das Feuer. Ich bettelte, daß sie mir erlauben würden, mit meiner Familie zu sterben. Aber da ich deutsch sprach, steckten sie mich in eine Arbeitsgruppe."
Er unterbrach, vielleicht weil er wieder seine Frau und seine fünf Kinder vor sich sah. "Ich mußte mich dann entscheiden" fuhr er fort, "ob ich mich dem Haß den Soldaten gegenüber hingeben wollte, die das getan hatten. es war eine leichte Entscheidung, wirklich!
Ich war Rechtsanwalt. In meiner Praxis hatte ich zu oft gesehen, was der Haß im Sinn und an den Körpern der Menschen auszurichten vermochte. Der Haß hatte gerade sechs Personen getötet, die mir das meiste auf der Welt bedeuteten. Ich entschied mich dafür, daß ich den Rest meines Lebens -- mögen es nur wenige Tage oder viele Jahre sein -- damit zubringen wollte, jede Person, mit der ich zusammenkam, zu lieben."
Jede Person zu lieben ... das war die Kraft, die den Mann in allen Entsagungen so wohl erhalten hatte. Es war die Kraft, die mir zuerst im Krankenzimmer von Texas begegnet war, und, das lernte ich Stück für Stück, wo Jesus CHRISTUS hindurchscheinen wollte, --ob der menschliche Träger sich dessen bewußt war oder nicht.
2) Jüdisches Mädchen, das das KZ überlebte und dort ihre Eltern verlor.
( -Aus einer TV-Sendung- ), Erinnerung aus dem Gedächtnis heraus. Ich nenne das Mädchen rebecca, da ich ihren richtigen Namen vergessen habe.
Rebecca erlebte im KZ Schreckliches, verlor dort ihre Eltern und überlebte diese Zeit.
Danach wanderte sie nach USA aus, wollte niemals wieder deutschen Boden betreten. Die Deutschen waren ein extrem verhaßtes Volk für sie geworden, denen sie niemals verzeihen konnte, sie jahrzehntelang aus tiefstem Herzen haßte. Sie wurde nach zwei oder drei Jahrzehnten gebeten, zu einem Vortrag nach Deutschland zu kommen, um hier zu sprechen. Aber sie lehnte voller Haß ab. das würde sie niemals tun. Aber immer wieder wurde sie gebeten. Und nach einigen Jahren gab sie schließlich nach, doch zu kommen und im Berliner Olympia-Stadion zu sprechen, obwohl sie vorher erst recht nicht dorthin gewollt hatte, weil Hitler gerade da sein "3.Reich" vor aller Welt zur Schau gestellt hatte.
Und als sie dann vor dem vollen Stadion sprach, sah sie in die Gesichter der vielen Menschen und sagte auf einmal: "Ich vergebe euch, was ihr uns im KZ angetan habt!"
Nach dem Vortrag kniete ein Mann vor ihr und legte weinend sein Gesicht auf ihre Hände. Er war ein ehemaliger Aufseher in ihrem früheren KZ gewesen.
Und Rebecca, die ihre ganzes Leben unter vielen Krankheiten gelitten hatte, war von diesem Zeitpunkt an gesund.
3) KZ-Häftling L. (-TV-Sendung-)
Weihnachten 1943 wurde der Häftling L., dessen Arm gebrochen war und der, da er kaum zu essen hatte, sehr mager und hungrig war, zum Kommandanten gerufen. Der ließ sich gerade ein wunderbares Essen schmecken. Danach trank er Kaffee und führte sich einen leckeren Kuchen zu. "Ihre Frau kann wunderbar kochen." sagte er zu L. Sie schickt immer zu Weihnachten (-oder auch anderen Festen?-) ein schönes Paket an dich, das ich mir immer gerne schmecken lasse."
L. dachte daran, daß sich das seine Frau vom Munde abgespart haben mußte und seine Kinder deshalb auch verzichten müßten. Ob er wenigstens einmal an dem Kuchen riechen dürfte, fragte er. Er durfte es nicht!
Nach dem Krieg, den L. überlebte, wanderte der ehemalige Kommandeur aus, wie er viel später erfuhr. Etwa 1970 reiste er nach Brasilien(?) und besuchte diesen Kommandeur und dessen Frau. Der erkannte ihn nicht. "Erinnern Sie sich an Weihnachten 1943?" fragte L. . Der Kommandeur erinnerte sich da und fing an zu weinen. "Wollen Sie sich nun an mir rächen?" fragte er. "Ja!" sagte L., packte ein großes Paket mit einem wunderbaren Kuchen aus, setzte ihn auf den Tisch und aß ihn in Frieden zusammen mit seinem ehemaligen Peiniger und dessen Frau.
4) Phan Thi Kim Phuc, Vertrauensbotschafterin der UNESCO
Eines der bekanntesten Bilder (-Pulitzer Preis-) des Vietnamkrieges ist das mit dem durch die Napalmbombe nackt gewordene und rennende Mädchen Phan Thi Kim Phuc. Hier ein Text zu diesem Foto aus dem Internet:
"Vietnamesische Mädchen fliehen am 8. Juni 1972 aus ihrem Zuhause in Trang Bang. Ein Flugzeug der südvietnamesischen Luftwaffe hat versehentlich eine Napalmbombe auf ihr Dorf 26 Meilen ausserhalb von Saigon abgeworfen. Es ist zweifellos eines der bekanntesten Fotos des Krieges. 25 Jahre später wird das nackte, rennende Mädchen, Phan Thi Kim Phuc, zur Vertrauensbotschafterin der UNESCO ernannt."
Phan Thi Kim Phuc hatte noch jahrzehntelang Schmerzen durch dieses Ereignis. Dennoch gelang es ihr, in ein normales Leben zu kommen. Sie heiratete, lebte später in den USA, wurde zur Vertrauensbotschafterin der UNESCO ernannt. Sie hielt später häufig Vorträge über diese Ereignisse.
Der Pilot, der die Bombe abgeworfen, aber nicht gewußt hatte, daß in diesem Gebiet noch Zivilisten waren, litt ohne Ende unter seinem Verhalten, diese Bombe abgeworfen zu haben. Er wurde depressiv, zum Trinker, schließlich wurde er Geistlicher. Und doch litt er immer noch weiter. Dann kam er durch eine Verkettung von Umständen zu einem ihrer Vorträge in der Nähe. Am Ende ging er zu ihr und bekannte ihr weinend, daß er es gewesen war, der die Bombe abgeworfen hatte. Sie aber umarmte ihn und erklärte ihm, sie vergebe ihm.
Ab diesem Zeitpunkt gesundete er.
5) Motorrad-Rocker (TV-Sendung-)
Ein gestandener Motorrad-Rocker, korpulent, muskelbepackt und stark tätowiert, dessen Lebensinhalt zwei Jahrzehnte aus seiner Harley-Davidson bestand, dachte nach dem Tod eines seiner Freunde zum ersten Mal ernsthaft drüber nach, was wohl nach dem Tod sein würde. Dann, einige Zeit später, hörte er auf einmal laut eine Stimme: "ICH liebe dich!" sagen, was sie noch zweimal wiederholte. Aber es war niemand da außer ihm. Er empfand einen großen Frieden beim Hören. Danach kam er in Verbindung mit dem Glauben.
6) Dustin(?), Inhaber eines kleinen Geschäftes (-TV-Sendung-)
Dustin, der Inhaber eines kleinen Geschäftes, wurde kurz vor Geschäftsschluß in seinem kleinen Laden überfallen und niedergeschlagen. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, lag dort ca 1 Woche im Koma. Es war nicht klar, ob er je wieder gesunden würde, besser gesagt, es wurde, falls er aufwachen würde, eine bleibende schwere Behinderung bei ihm erwartet. denn er hatte eine schwere Gehirnschädigung erlitten.
Im Koma erlebte er aber nicht nur eine Leere, sondern er hatte in diesem Zustand eine Vision von Jesus, der ihm erschien und fragte, ob er weiterleben wollte, was er bejahte. Dann müßte er wiedergeboren werden, antwortete ihm Jesus. Wie das gehen sollte, fragte er. Seine Mutter sei schon gestorben, und sein Vater bereits über 70 Jahre alt. Von Jesus bekam er aber keine Antwort auf diese Frage.
Nach seinem Aufwachen stellte sich heraus, daß er u.a. auf seiner linken Körperhälfte gelähmt war.
Eines Tages setzte sich ein Pastor an sein Bett und las ihm aus der Bibel vor, u.a. die Stelle aus der Bibel, wo Jesus sagte, Nikodemus müsse wiedergeboren werden. Als er diese Worte hörte, war er ganz aufgeregt, fragte, was das sei, Wiedergeburt. Der Pastor sagte ihm, er müsse sein Leben Jesus/GOTT weihen, er solle ihm Worte nachsprechen mit einem solchen Versprechen. Als er das tat, fuhr es ihm wie ein elektrischer starker Schlag durch seine gelähmte Körperhälfte. Und dann begann seine Heilung immer stärker einzusetzen ganz gegen die negative Prognose der Ärzte, bis er am Ende wieder vollständig gesundete.
7) Polizist Michael(?) (-TV-Sendung-)
USA: Zwei betrunkene Autofahrer stießen spät abends in der Dunkelheit zusammen. Polizei und Rettungswagen kamen. Michael regelte den Verkehr währenddessen, stand dazu auf der Straße. Mit seinem Auto raste da ein dritter Betrunkener heran und fuhr direkt gegen Michael, der weit durch die Luft flog, dann schwer verletzt am Boden lag. Seine Beine waren fast vollständig zertrümmert. Er fiel er ins Koma. Wie Dustin erschien Jesus auch Michael in einer Vision.
Michael wachte später auf. Seine Beine würden in 4 Wochen amputiert werden müssen, sagte ihm ein Arzt. Und es hieß, er würde nur dann in eine spätere Therapie kommen können, wenn sich innerhalb von 90 Tagen eine Besserung einstellen würde, an die Ärzte nicht ganz glauben konnten.
Michael haßte den Verursacher seines Unglücks, der sein ganzes Leben zerstört hatte, zu dieser Zeit aus tiefstem Herzen. Da wurde ihm gesagt, der Fahrer wollte ihn einmal besuchen. Das wollte er überhaupt nicht, --und doch sagte er "Ja".
Bevor dieser Fahrer kommen sollte, begann er doch, sich aufzuregen und bat dann Jesus, er möge durch ihn zu sprechen. Dann kam der junge Fahrer herein. Er sah Michael nicht an, setzte sich auf einen Stuhl neben dem Bett und sagte, er sei nicht schuld an diesem Unfall, das sei Michael selber. Denn warum habe er denn im Dunkeln auf der Straße gestanden? Das sei nicht recht gewesen.
Und Michael hörte sich sagen: "Was du getan hast, finde ich nicht richtig. Aber ich liebe dich. " Der Fahrer verließ schweigend das Zimmer, immer noch, ohne Michael anzusehen.
Und ab diesem Zeitpunkt begann Michaels Heilung. Nach 4 Wochen war die Besserung zum größten Erstaunen der Ärzte weiter gediehen als der genannte Fortschritt der gesetzten 90-Tage-Frist, der da bereits schon erreicht war. Er kam danach in Therapie.
Dennoch fragte er bei allen Ärzten vergeblich danach, seine Beine heilen zu lassen. Aber sie waren so zertrümmert, daß niemand meinte, ihm helfen zu können. Dann fand er schließlich einen Arzt, der sagte, wenn seine Haut wieder in Ordnung sei, könne er eine Transplantation aus seiner Hüfte ausführen. Und das geschah! Nach einem Jahr konnte Michael erst an Krücken und später ohne Hilfen wieder gehen. Er kehrte sogar in seinen Beruf zurück! Nur seine geheilten Beine sahen etwas deformiert aus aufgrund der OPs.
"Das ist dann ein gutes Gesprächsthema, über diese wunderbare Heilungsgeschichte zu sprechen!" sagte Michael.