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Sita
07.09.2005, 20:18
Medi hat eine persönlich Nachricht an mich geschrieben, die ich ins Forum setzen darf.

Hallo Sita, was ist Liebe?
Im moment spüre ich die Liebe Gottes garnicht. Ein Gott,der soviel Schmerz und Hilflosigkeit zuläßt ist auch im Geiste nicht anwesend. Ich weiß nicht mehr,was ich denken soll. Es geht nicht um meine Gebrechen, es geht um meine Familie. Meine Schwester an Krebs erkrankt,obwohl sie ein sehr gläubiger Mensch ist. Sie lebt mit der Liebe. Meine Mutter mehrere Knoten am Hals und auf der Lunge,und wo ist Gott? Warum läßt er das zu. Will Gott meine Familie Strafen? Warum und weshalb?I ch finde keinen klaren Gedanken mehr. Wäre schön,von dir etwas zu hören.

In inniger Verbundenheit. Medi

Sita
07.09.2005, 20:26
Liebe Medi,
was ist Liebe.

Wir können Liebe finden, wenn wir die Wolken, sprich die Gefühle, die nicht Liebe sind, heilen lassen.

Vielleicht mach ich das am besten deutlich, wenn ich von mir spreche. Ich will zur Beerdigung meiner Oma fahren. Sie wäre am Heiligabend 99 Jahre alt geworden.

Ich bin vor ein paar Jahren mit meinen beiden Kindern von Schleswig-Holstein nach Hause gefahren. Wir sind schon im Dunkeln los gefahren. Ich glaube nach 3/4 der Fahrt, traute ich mich plötzlich nicht mehr, schnell zu fahren. Mir wurde irgendwie schwindelig. Ich hielt auf einer Raststätte an und trank einen Red Bull. Dann bin ich weiter nach Hause getuckert. Seitdem bin ich nicht mehr in Schleswig-Holstein gewesen.

In dieser Woche bin ich 2 x darauf angesprochen worden. Erst ging es um die Fahrt nach Wusterwitz, auch 450 km weit und jetzt S-H. Ich denke, es ist Gott, der möchte, dass ich diese Angst verliere und der auf diese Weise mit mir spricht.

Diese Angst, die ich habe, die sich meiner bemächtigt hat oder besser ausgedrückt, der i c h die Macht gegeben habe über mich, verhindert, dass ich Liebe, die Liebe, die in mir wohnt, erkennen kann. Deshalb muss die Angst geheilt werden. Ich bitte IHN jetzt darum. Heiliger Vater, heile diese Angst, die besagt, ich müsse mich davor fürchten, eine Reise mit dem Auto zu machen.

Die Liebe, die wir sind, erkenne ich manchmal in der Freude, die ich empfinde. Immer ist diese Freude damit verbunden, dass ich etwas universelles sehe, erlebe. Wenn ich plötzlich alle als Brüder sehe und alle gemeinsam liebe. Wenn ich Gott plötzlich liebe. Immer bekomme ich von diesem Gefühl auch Tränen in den Augen.

Dieses Gefühl der Liebe hält nicht so lang an. Dennoch weiß ich, das dies unser aller Ziel ist, wieder daheim zu sein, in der Liebe Gottes zu s e i n. Einmal habe ich mich Gott so nahe gefühlt, es war abends im Bett. Ich mußte weinen dabei, und ich sagte zu IHM, Vater ich habe es Dir versprochen, ich werde meine Brüder mit nach Hause bringen. Mit meinem Verstand weiß ich bis heute nicht, warum ich das sagte oder dass ich dieses Versprechen abgelegt habe.

Und jetzt Krankheit. Krankheit ist da, weil wir an sie glauben. Krankheit ist genau dasselbe wie Angst. Es wehrt die Liebe ab. Deshalb muss auch Krankheit geheilt werden. Wir können sie IHM ebenfalls abgeben. Krankheit ist genauso ein Gedanke, wie Angst. Nur dadurch, dass der Krankheitsgedanke im Körper seinen Ausdruck findet, erscheint es uns schwieriger, das als Gedanken zu identifizieren.

Wie schnell Gedanken sich ausdrücken, habe ich neulich erst erlebt. Ich saß vor den Antragsformularen für Bafög. Ich dachte daran, dass ich nichts mehr von meinen Wochenenden hatte, weil mein Ex ständig da war und ich dachte daran, dass ich gar keine Lust hatte, die Formulare auszufüllen.

Seit diesem Tag kommt mein Ex nicht mehr und die Formulare brauche ich wegen ihm erst im Januar 2006 auszufüllen.

Hüte dich vor deinen Wünschen, sie könnten in Erfüllung gehen. :?

Liebe geben. Wir brauchen uns lediglich zu entscheiden, unseren Nächsten, unserer Familie Liebe zu geben, liebevoll zu sein. Ich weiß aus Erfahrung, dass uns dann immer etwas einfällt, was wir tun können, um anderen ein Stück Liebe angedeihen zu lassen, und das schöne ist, der anderes kann erkennen, was wir da zu tun versuchen. Zumindest war das bis heute meine Erfahrung.
Rosita

Sita
07.09.2005, 21:41
Ihr Lieben,

ich hatte noch eine Angst, die ihr vielleicht nicht nachvollziehen könnt, ich weiß nicht.

Ich hatte Angst vor Erscheinungen. Als mein Schwiegervater im Krankenhaus starb und ich zu Hause sass, sah ich ihn in der Zeit, wo er gestorben sein muss, gegenüber von mir kurz, er war mit einem Lichtrand umgeben. Dann verschwand diese Vision.

Jedes Mal, wenn jemand starb, hoffte ich, dass er nicht um mich herum war. Weil es mir unheimlich ist, ne war.

Als ich gestern hörte, meine Oma ist gestorben, war dieses Gefühl auch da. Und weil ich dachte, so ein Blödsinn, ich hab Oma immer geliebt, warum soll ich jetzt plötzlich Angst vor ihr haben, habe ich dann mit ihr in meinem Geist gesprochen.

Und ich hörte ihre Stimme in mir, so wie ich sie kenne. Sie war erstaunt, dass sie noch lebt. Und dass alles so leicht ist, ohne Körper zu sein, wäre so schön. Sie sagte, sie wolle noch bleiben, bis zu ihrer Beerdigung, dann wollte sie ins Licht gehen, was sie schon sehen könnte. Wir haben uns unterhalten und es zog sie weiter ins Licht. Dann konnte ich nichts mehr hören. Ich weiß, sie wird nicht mehr bei der Beerdigung anwesend sein.

Und in mir ist es friedlich.
Rosita

Maja
21.09.2005, 13:32
Hallo ihr Lieben,
es berührte mich sehr als ich von Medi ihrer Verzweiflung las und auch von dir Sita.
Was ist die Liebe ???
Das ist nicht immer einfach zu verstehen, überhaupt wenn man Gott dafür verantworlich macht, warum ER das alles zu lässt.
Aber für das was in der Welt geschieht, tragen wir selbst die Verantwortung. Ich glaube fest daran dass wir hier sind um zu lernen, das heißt auch mit Krankheiten umzugehen.
Als vor ein paar Jahren meine Mutter gestorben ist, sie litt an einem Lungenephisem und bekam zum Schluss überhaupt keine Luft mehr, war ihr Tod eine Erlösung für meine Geschwister und für mich.
Meine Mutter hatte starke Schuldgefühle, weil sie dachte in ihrem Leben ganz viele Fehler gemacht zu haben die Gott ihr niemals verzeihen könnte. Ich habe sehr viel mit ihr gesprochen und sie hat nach und nach alles vergeben und war jeden morgen wenn sie wach wurde enttäuscht dass sie noch da war. Ich habe versucht ihr klar zu machen, dass sie keine Schuld hat und Gott ihr alles verzeiht. Sie konnte es dann auch annehmen.
Warum erzähle ich das?
Wenn jeder Mensch glauben würde, dass er nicht wirklich sterben kann, bräuchten wir nicht so viel leiden. Es ist ja nur der Körper der geht, alles andere lebt in einer anderen Dimension ja weiter.
Es gibt Naturvölker die eine große Feier veranstalten, wenn jemand gestorben ist.
Natürlich tut es weh, wenn man weiß dass ein lieber Mensch so krank ist und vielleicht sterben muss. Natürlich darf man auch traurig sein und es auch zeigen.
Aber wir sollten auch akzeptieren dass ein jeder Mensch einmal von uns geht. Es ist auch sehr traurig wenn sich ein Mensch so eine schwere Krankheit ausgesucht hat um zu lernen.
Wenn wir uns aber Gott anvertrauen, reicht ER uns seine Hand und führt uns durch den Schmerz. Das erleichert es uns, wenn wir spüren das wir nicht alleine mit unsrem Schmerz sind.
Deine Ängste liebe Sita sind mir ja auch bekannt. Du hattest immer schon ein Problem dir vorzustellen dass die Energieen der Verstorbenen da sind. Aber es ist in der Tat so, wir werden nie wirklich von irgend jemand getrennt sein.
Wenn wir Gott bitten uns in schweren Stunden beizustehen, macht ER das auch.
Liebe Medi, vertraue weiter auf Gott und bete für deine Lieben und lass dir Kraft und Stärke geben, damit du sie in ihren schweren Stunden begleiten und Mut geben kannst.
Wenn du es nicht machst, leidest du genau so und das brauchst du nicht. Gott liebt dich ganz besonders und ER will dich auch gerne begleiten.
Bitte IHN darum.
LIEBE, LICHT & SEGEN
Maja

Sonnenstrahl
21.09.2005, 19:42
Medi hat eine persönlich Nachricht an mich geschrieben, die ich ins Forum setzen darf.

Hallo Sita, was ist Liebe?
Im moment spüre ich die Liebe Gottes garnicht. Ein Gott,der soviel Schmerz und Hilflosigkeit zuläßt ist auch im Geiste nicht anwesend. Ich weiß nicht mehr,was ich denken soll. Es geht nicht um meine Gebrechen, es geht um meine Familie. Meine Schwester an Krebs erkrankt,obwohl sie ein sehr gläubiger Mensch ist. Sie lebt mit der Liebe. Meine Mutter mehrere Knoten am Hals und auf der Lunge,und wo ist Gott? Warum läßt er das zu. Will Gott meine Familie Strafen? Warum und weshalb?I ch finde keinen klaren Gedanken mehr. Wäre schön,von dir etwas zu hören.

In inniger Verbundenheit. Medi



Hallo liebe Medi,

ich habe deinen Beitrag mehrmals gelesen, und ich habe immer wieder nach innen gehört, was ich dir antworten könnte. Mein Gefühl war, dass Sita schon alles gesagt hatte. Jetzt hörte ich, dass du dir weitere Antworten erwartet hast, und ich möchte dich zuerst einmal persönlich in unserem Kreis begrüßen. Du selbst hast ja noch nichts ins Forum geschrieben, aber durch den Beitrag, den Sita hinein gesetzt haben, können wir dich ein bisschen kennen lernen.

Weißt du, wir lesen oder hören oft Worte, die uns etwas Wichtiges sagen wollen, aber wir verstehen sie nicht. Und manchmal müssen wir eben die gleichen Worte doch öfter hören, vielleicht nur anders ausgedrückt. Deshalb schreibe ich jetzt, obwohl es schon einige Tage her ist, dass dein Beitrag hier erschien, auch etwas dazu. Vielleicht hilft ja alles zusammen, zu verstehen, was GOTT dir sagen oder zeigen will.

Leider weiß ich nicht, welche Gebrechen du selbst hast, wie du schreibst, aber das, was du über Mutter und Schwester schreibst, ist sicher sehr zermürbend für dich, erst recht dann, wenn du Krankheit als eine Strafe GOTTES ansiehst.
Ich selbst habe so etwas auch durch die Kirche gelernt, das ist lange her, und wenn ich eins gelernt habe, dann, dass GOTT uns niemals straft. Vielleicht hast du im offenen Forum schon meinen Beitrag zur Krankheit gelesen, du wirst fest stellen, dass ich selbst auch so meine Wehwehchen habe. Aber ich sehe sie nicht als Strafe, sondern als Chance, GOTT näher zu kommen. Durch alles, was uns geschieht, haben wir eine solche Chance. Unser Schicksal ist eine einzige Chance, und es erteilt uns lediglich Lektionen, in denen wir lernen können, wo sich in unserem Geist falsches Denken eingenistet hat. Und der Glaube an einen strafenden GOTT ist der dickste Irrtum, dem wir Menschen manchmal erlegen sind. Unser GOTT liebt uns von ganzem Herzen. Suche die Chance, suche SEINE HAND in jeder Situation und auch in der, in der du gerade steckst. Das ist es, was in meinem Leben das Wichtigste geworden ist, und damit kann ich gut leben, auch wenn ich manchmal Schmerzen habe und sehe, dass andere Menschen leiden.
Das heißt nicht, dass ich sie leiden lassen möchte, sondern, dass ich meinen Beitrag leiste, sie an die Hand GOTTES zu führen, und das tue ich, wenn ich die Gelegenheit dazu bekomme, Tag für Tag.

Nimm SEINE HAND und frage IHN nicht, warum, sondern was? Was willst DU mir sagen, MEIN liebender VATER? Was soll ich lernen? Aber glaube nicht, dass ich die Strafe jetzt nur anders verpackt habe und sagen will, dass GOTT uns die Krankheit geschickt hat, nein, ganz sicher nicht. Die Krankheit ist ein Irrtum in unserem Geist, aber zugegebenermaßen der schwerst zu begreifende Irrtum. Doch ich weiß, dass sie nichts anderes ist, denn in manchen Fällen konnte ich erkennen, was sie mir zu sagen hatte, und dann ist sie vergangen. GOTT spricht durch alles zu uns, durch die Menschen, durch die Natur, und durch die Situationen, in denen wir stecken. Nutze deine Chance, liebe Medi, GOTT liebt dich.

In Liebe
Dein Sonnenstrahl

Topi1610
22.09.2005, 11:06
Liebe Medi,

ich kann Dich so gut verstehen und fühl Dich von mir in den Arm genommen.

Man kann und will es nicht begreifen, warum gerade die liebsten Menschen, die einem so nahe stehen, plötzlich solche Krankheiten bekommen. Auch ich habe es jahrelang nicht verstanden. Mein Vater war derjenige, der mir am nächsten stand, niemand sonst kam so nah an mich ran wie er und plötzlich stirbt er an einer Krankheit, die viele andere Menschen überleben. Er hatte Gallensteine, wurde operiert und dabei wurde ein Fehler gemacht, zwei Tage nach meiner Hochzeit war er tot. Ich habe es nicht verstanden und GOTT dafür verantwortlich gemacht. Ich wollte auch jahrelang nichts von IHM wissen, weil ER in meinen Augen die Schuld daran trug.

Heute weiß ich, dass GOTT uns solche schwierigen Situationen schickt, damit wir mit unserem Alltag innehalten und auf seine Stimme hören, denn sie ist leise und man muss schon genau hinhören und dass ist heutzutage oft schwierig, nur deshalb bekommen wir solche Prüfungen auferlegt.

Sicher denkst Du, ich habe gut reden, denn meine Schwester hat ja kein Krebs und auch meine Mutter keine Knoten. Da hast Du sicher Recht, aber dafür hat mir GOTT andere Dinge auferlegt, denn ER hat das Liebste was ich habe, meinen Sohn, mit einer Krankheit bedacht, damit ich wach werde und innehalte. Ich habe es inzwischen verstanden, dass ER mich nicht strafen will, sondern weil ich IHM anders nicht zuhören konnte, stellte ER sich so in den Weg. ER liebt mich und meine Familie, vor allen Dingen aber auch meine Kinder und die sind leider durch meine Scheidung etwas auf der Strecke geblieben. Jetzt gehe ich mit beiden anders um und habe gelernt diese weltlichen Probleme wie z.B. Geld nicht so wichtig zu nehmen, denn ER ist immer da, wenn ich IHN brauche.

Ich bin mir ganz sicher, dass GOTT weder Deine Schwester noch Dich irgendwie strafen will durch die Krankheit. ER liebt Euch und SEIN Plan ist immer ein anderer als unser. Irgendwann werdet Ihr verstehen, warum es kam und glaube mir, es ist auf gar keinen Fall umsonst.

Leg' Dich ganz in SEINE Hände und Du wirst sehen, ER gibt Dir die Kraft, die Du benötigst, um Deiner Schwester und Mutter zur Seite zu stehen. Ich denke an Dich und bete für Dich.

Alles Liebe,

Karin