Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Angst zieht mein Herz zusammen
Topi1610
04.09.2005, 12:43
Anscheinend werden mir viele Prüfungen auf einmal im Moment auferlegt, wobei ich sagen muss, ich weiß, dass ich nicht alleine bin.
Letzte Woche habe ich die Nachricht bekommen, dass mein Sohn krank ist, wobei ich sagen muss, es ist keine Krankheit, die morgen geheilt wird. Es liegt ein sehr langer, harter Weg vor uns, ich weiß wovon ich da rede.
Es ist ja schon genug, dass ich jeden Tag die Probleme neu vor Augen habe, aber nachts kommen jetzt auch noch beunruhigende Träume hinzu. Vorletzte Nacht träumte ich, dass ich mit einem silberfarbenen Porsche gefahren bin. Mein Freund war Beifahrer und dann kam J. mit einer ganzen Horde Kinder aus der Schule. Sie waren richtig gut drauf, spielten zusammen und als ich dann sagte, dass J. erst einmal Mittag essen kommen soll, da schauten sie mich ganz erstaunt an. Auf Nachfrage meinerseits kam heraus, dass die Kinder nichts zu essen bekamen und ich versprach ihnen, mir etwas einfallen zu lassen. Dann wurde ich wach!
Heute Nacht hatte ich dann eine Steigerung: Ich träumte von einem toten Kind. Ich kannte dieses Kind, aber ich weiß beim besten Willen nicht, wer es war, es war halt nur sehr bekannt und ging mir auch sehr nah. Im Traum sah ich eine Taube, die ebenfalls zum Sterben zu mir kam. Sie legte sich auf ihr Gefieder und starb, danach verlor sie alle Federn und ich sah, dass es ein menschlicher Körper war. Mit einem Gefühl der Angst, die mir fast die Kehle zuschnürte bin ich wach geworden und ich kann beim besten Willen nichts damit anfangen.
Heute geht es meinem Sohn gar nicht gut und dass fördert natürlich meine Angst. Ich habe Angst, vor dem was da noch alles kommen kann. Ihr werdet jetzt zu Recht sagen, ich solle alles IHM übergeben, habe ich auch getan, aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Krankheit trotzdem nicht gestoppt wird.
Topi1610
04.09.2005, 13:50
Habe die Geschichte gerade in einem anderen Forum gefunden und muss sie hier reinstellen:
"Dieser Mutter gebe ich ein behindertes Kind",sagte Gott.
Und der Engel fragt:"Warum gerade ihr,o Herr?Sie ist doch so glücklich!"
"Eben deswegen",sagte Gott lächelnd.
"Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben ,die das lachen nicht kennt?Das wäre grausam."
"Aber hat sie denn die nötige Geduld?"fragte der Engel.
"Ich will nicht das sie zuviel Geduld hat,sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung.Wenn der anfängliche Schock und Zorn erst abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen.Ich habe sie heute beobachtet.
Sie hat Sinn für Selbstständigkeit und Unabhängigkeit,die bei Müttern so selten und so nötig sind.
Verstehst du:das Kind das ich ihr schenken werde,wird in seiner eigenen Welt leben.
Und sie muß es zwingen, in der ihren zu leben,das wird nicht leicht werden.
-Nein,sie ist hervorragend geeignet.
Sie hat genügend Egoismus."
Der Engel ringt nach Luft.
"Egoismus?Ist das denn eine Tugend?"
Gott nickt
..."Wenn sie sich nicht gelegendlich von den Kind trennen kann,wird sie das alles nicht überstehen.Diese Frau ist es,die ich mit einem nicht ganz vollkommenen Kind beschenken werde.Sie weiß es zwar noch nicht,aber sie ist zu beneiden.Nie wird sie ein gesprochenes Wort als etwas Selbstverständliches hinnehmen.Nie ist ein Schritt etwas alltägliches .Wenn ihr Kind zum ersten Mal Mama sagt,wird ihr klar sein,das sie ein Wunder erlebt.Ich werde ihr erlauben,alles deutlich zu erkennen,was ich auch erkenne-Unwissenheit,Grausamkeit,Vorurteile-und ich werde ihr erlauben,sich darüber zu erheben.Sie wird niemals allein sein.Ich werde bei ihr sein,jeden Tag ihres Lebens...."
ER weiß ganz genau, wie er meine Ängste nehmen kann!
Liebste Topi,
ich kann mir vorstellen, wie Du Dich fühlst. Aber dennoch bist Du ja hier hin gekommen, was bedeutet, dass Du eine Antwort möchtest, die dir Gutes bringt.
Du schreibst:
"es ist keine Krankheit, die morgen geheilt wird. Es liegt ein sehr langer, harter Weg vor uns, ich weiß wovon ich da rede."
und
"aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Krankheit trotzdem nicht gestoppt wird"
Diese Erfahrungen sind die von Dir gemachten Erfahrungen aus Deiner Vergangenheit.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass in unserer jetzigen Zeit alles schneller zum Vorschein kommt. Dazu gehören vor allem Krankheiten. Aber auch die Lösung ist schneller da, in jedem von uns. Gott verschwendet keine Zeit.
Die einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist die, nach innen zu hören, SEINE Stimme zu hören. Zu sagen, Gott ich mach mir Sorgen, ich weiß nicht wie ich damit umgehen soll. Und dann w i r k l i c h SEINER Stimme zu vertrauen. Denn da liegt die Änderung. In diesem Moment, wo ER spricht, werden Deine vergangenen Erfahrungen von Dir genommen. Indem Du annimmst, was ER Dir sagt, wird die Zukunft Dir etwas anderes bringen, als Deine Vergangenheit.
Es ist quasi so, als sei ein Kampf da ist. Was soll in der Zukunft geschehen? Das was Dir Deine vergangenen Erfahrungen sagen oder das, was ER sagt. Wenn wir IHM glauben, und sei unser Glaube noch so klein, es wird dann das geschehen, was ER will. Und ER will nur gutes.
Mein Sohn war am letzten Montag beim Arzt. Seit 3 Jahren hat er eine Hautkrankheit auf dem Kopf, seit einem Sonnenbrand. An diesem Montag wollte ich ihn anrufen auf seinem Handy, weil er schon das Ergebnis vom Arzt haben musste. Das Handy war aber aus. Sofort kroch in mir die Panik hoch. Gedanken rasten durch meinen Kopf. Mein Gott, er müsste doch schon raus sein aus der Praxis. Wenn das jetzt doch Krebs ist, da kann er gar nicht mit umgehen. Usw. Schuld kroch in mir hoch. Ich hätte mitgehen sollen.
Ich hörte meine innere Stimme sagen, mach dir keine Gedanken, es ist alles ok, es ist auch kein Krebs.
Weil ich auch keine andere Wahl hatte, glaubte ich meiner Stimme. Ich fuhr nach Hause, fühlte mich leichter, als sonst irgendwann.
Mein Sohn sagte mir dann, es wäre eine seltene Krankheit. Er hatte ein Rezept für eine Salbe mit bekommen, welches speziell für ihn angefertigt werden musste. Und Blut wurde ihm abgenommen, auf Antikörper untersucht. Jetzt muss er noch mal hin.
Grad kommt noch mal die Angst in mir hoch. Aber ich w i l l meiner Stimme, ich will Gott vertrauen, dass ER mir die Wahrheit sagt. Also t u ich das auch. Es ist wiederum eine Entscheidung. Ich lasse die Vergangenheit los, in der ich andere Erfahrungen machte. Somit weiß ich dass die Zukunft nur das bringt, was ER will. Denn in der Gegenwart wird alles durch IHN geändert.
Es fühlt sich für mich tatsächlich gerade wie die Frage an:
Was willst Du Recht haben, dass Deine Erfahrungen stimmen? Oder willst Du glücklich sein, weil ER zwischen Deine Erfahrungen und die Zukunft tritt.
Denn Heilung ist immer in der Gegenwart.
Rosita
Topi1610
04.09.2005, 14:56
Liebe Rosita,
die Erfahrungen, die ich schon vor Jahren mit dieser Krankheit gemacht habe waren sicher nicht positiv für mich. Ich habe schlimme Jahre hinter mir, wo mich andere in meinem Alter gemieden haben. Ich habe nie wirklich Freunde gehabt, da diese Krankheit mir alles nahm.
Auch jetzt, wo ich die Diagnose meines Sohnes erhalten habe, merke ich, dass die Menschen sich nicht geändert haben. Man ist in der Medizin sicher weiter als damals und man erkennt sie auch eher als damals, aber trotzdem ändert das nichts an der Umwelt. Die Menschen sind gleich geblieben, denn sie behandeln einen kranken Menschen, egal was für eine Krankheit es ist, wie einen Aussätzigen.
In unserer Gesellschaft ist kein Platz für Menschen, die mehr Aufmerksamkeit und Lieben benötigen. Es ist eine egoistische Welt geworden, wo wir keinen Platz für unseren Nächsten haben. Dieses Gefühl wollte ich meinen Kindern ersparen, vor allen Dingen meinem Sohn, da er sowieso schon genug mitgemacht hat, aber GOTT hat einen anderen Plan mit uns vor.
was mir sofort auffällt, ist, Du bist immer noch bei Deinem Problem. Aber bleiben wir dabei.
Jegliche Änderung in der Welt, die ja ein Spiegel ist, kann nur dann sichtbar werden, wenn in unserem Geist eine Änderung eintritt. Also Heilung da ist. Sonst werden wir in 50 Jahren noch dasselbe sehen.
Aber ich kann verstehen, dass Du erst einmal gehört werden musst. Deine Erfahrung raus schreiben oder sogar raus schreien musst. Und Du schreibst, Du wolltest es Deinem Sohn ersparen, das zu erleben, wo Du schon durch musstest.
Ging mir auch so. Aber unsere Kinder folgen uns auf Schritt und Tritt. Weil wir kein Körper sind, sondern Geist, weil wir keine Gedanken haben, die wir nicht auch teilen. Und so bekommen sie alles mit, was wir denken, was wir glauben über die Welt. Wir werden das nicht verhindern können.
Es sei denn, wir gehen mit unserem Schmerz zu Gott. Und lassen das, was wir über die Welt und ihre Lieblosigkeit denken, von IHM ändern, indem wir auf SEINE Worte hören und dies ist ein wichtiger Teil, seine WORTE annehmen.
Wenn wir einmal von dem Wahrheitsgehalt ausgehen, dass wir die Welt, die wir sehen, aus unseren Gedanken gemacht haben. Dann können wir auch sehen, dass es Gedanken waren, die uns nicht gut tun.
Jetzt kommt Gott und hält uns SEINE Hand hin. Und ER sagt, nur ICH allein kann die Dinge deuten, Du wirst Dich immer verirren, denn ICH habe das Licht in der Hand. Du aber tastest durch die Dunkelheit und kannst nichts erkennen. Das, was Du glaubst zu sehen, sind Erscheinungen, Du glaubst, Du wüßtest, was sie bedeuten, aber Du weißt es nicht.
Frage Gott und berichte mir von SEINER Antwort.
Und entscheide Dich, nicht mehr zu leiden.
In Liebe
Rosita
Hallo liebe Topi,
mitten im Koffer packen möchte ich dir aber noch etwas Trost zu kommen lassen,in dem ich auf deine Träume ein gehe.
Als ich die Geschichte mit dem Engel las, dachte ich du hättest die Botschaft verstanden, denn für mich hatte sie etwas tröstliches.
Aber nun zu deinen Träumen. Von einem Auto träumen bedeutet, unabhängig vom Inhalt, ein günstiges Zeichen für Veränderungen im Berufsleben. Von einem Kind träumen bedeutet einen Ausweg aus einer Konfliktslage suchen. Und von einer Taube träumen bedeutet, sie versinnbildlicht das sanfte und ist ein Symbol des Heiligen Geistes. So steht es in meinem Taumbuch.
Weiß du, die schrecklichsten Träume haben auch immer etwas mit der nächtlichen Heilung zu tun.
Du bist niemals alleine, auch wenn du jetzt glaubst vor unlöslichen Problemen zu stehen, ist das wirklich eine falsche Sicht.
Was Sita dir geschrieben hat trifft 100 % zu. Vertraue IHM und versuche im hier und jetzt zu bleiben. ER lässt niemanden unnötig leiden.
Auch wenn wir oft SEINEN Plan nicht erkennen können, ist alles richtig wie es ist.
Ich melde mich so schnell wie möglich aus dem Urlaub und werde für dich und deine Familie beten. :)
In Liebe, Maja
Topi1610
06.12.2005, 09:54
Ich habe mir gerade noch einmal die Geschichte durchgelesen, die ich damals ins Forum gestellt habe und ich muss Euch sagen, es ist wirklich sehr viel Wahrheit darin enthalten.
Zunächst Gott hat mich durch diese Zeit getragen, seit dem Tag der Diagnose bis heute und ich kann sagen, ER war nicht einen Tag nicht bei mir. ER war immer da und SEINE Hand werde ich auch nie wieder los lassen.
Es stimmt auch, man nimmt nichts mehr so als selbstverständlich hin. Jedes zufriedene Lächeln meines Sohnes, jedes neu gelernte und verstandene Wort, jedes geschossene Tor ist ein Wunder, denn vor ein paar Monaten habe ich gedacht, dass er es nie hinbekommen wird.
Für mich sind Dinge wie Geld, Auto oder Haus ganz unwichtig geworden, mein Herz hängt da nicht mehr dran. Es sind ganz normale Dinge des Alltags geworden, die aber keine besondere Aufmerksamkeit von meiner Seite mehr bekommen.
Heute weiß ich, dass ich diesen Weg gehen musste, denn sonst hätte ich nie so eine enge Beziehung zu Gott bekommen, aber ich muss auch sagen, dass ich jeden Tag auf's Neue lernen muss und zwar die Dinge, die so wichtig sind, wie Liebe, Geduld und Sanftmütigkeit. Erst gestern habe ich gebetet und IHM wieder meine Ungeduld zu Füßen gelegt, denn bei den Hausaufgaben meines Sohnes fehlt es mir oft an Geduld. Als Antwort bekam ich "Du sollst bevor Du mit ihm Schularbeiten machst mich um Geduld bitten und Du wirst sehen, es kommt gar nicht zu Unstimmigkeiten zwischen Euch beiden. Du hast bisher immer, wenn es schon zu spät war darum gebeten und Du wirst gemerkt haben, dass Du dann auch ruhiger geworden bist." Ich konnte nur alles bejahen und ich werde jetzt versuchen, vorher um Geduld zu bitten, obwohl mir mein Ego immer einen Strich durch die Rechnung machen will.
Sonnenstrahl
06.12.2005, 21:05
Das ist GOTTES LIEBE, liebe Topi, das, was ich ganz oft "meinen" Opfern nahe zu bringen versuche, wenn sie ganz am Boden sind. Dass alles einen Sinn hat, und der letzte Sinn all dessen, was geschieht, ist immer, IHM näher zu kommen, wieder ganz nach Hause.
Natürlich fragen sie dann, "und weshalb hat GOTT das... zugelassen?" Vielleicht, weil es keinen anderen Weg gab, weil wir selbst oft nicht bereit sind. Vielleicht aber auch, ist das, was wir zu erleben glauben, einfach nur ein Traum, aus dem wir jetzt alle langsam erwachen.
Wir dürfen Fehler machen, GOTT nimmt uns gar nichts übel, er straft uns nicht und schickt uns auch nichts Böses. Nur durch unsere eigenen Schuldgedanken- und Gefühle ziehen wir immer wieder Dinge an, die uns missfallen. Lasst uns einfach unsere Schuld los lassen. Denn das scheint mir das Wichtigste zu sein, um die LIEBE, die ER uns gibt, zu erkennen. Nur unsere Schuld steht uns im Weg, sie verlangt nach Strafe, und die ziehen wir damit auch selbst an uns heran.
Wenn wir aber einen Fehler gemacht haben, können wir ihn mit SEINER HILFE jederzeit korrigieren. Und so führt ER uns genau da hin, wo es gut und richtig für uns ist.
In Liebe
dein Sonnenstrahl
Guten morgen ihr Lieben,
danke Sonnenstrahl für deinen Blog, der wieder einmal sehr gelungen ist.
Wenn mir etwas immer klarer wird dann, dass es tatsächlich nur die Schuldgefühle sind, die uns nicht unsere eigene Göttlichkeit erkennen und sehen lassen.
Damit sind wir wieder in unserem Alltag. Dadurch dass ich denke Fehler gemacht zu haben, erwarte ich auch bestraft zu werden und bestrafe mich oft selber.
Ich glaube damit ich diesen Unsinn los lassen kann, werde ich mir ein paar Affirmationen aufschreiben und sie mir so oft es geht aufsagen.
Zum Beispiel.
ICH BIN die Auferstehung und das Leben meiner vollkommenen Unschuld."
Das ist nur eine von vielen Affirmationen, die ich täglich anwenden kann.
Nur so kann sich dieser Gedanke in mir manifestieren und alles Unvollkommene in das Vollkommene umwandeln.
In Liebe, Maja
sternenstaub
07.03.2006, 00:26
Liebe Topi,
mir ist heute in wieder ein Buch in die Hände gefallen, aus dem ich dir eine kurze Passage zitieren möchte, da du mich wegen Schmerzen und ihren Sinn schon mal angesprochen hast.
Das Buch heisst: DAS BUCH DES LEBENS - empfangen aus dem Göttlichen
Ich schenke dir die Kraft, Schwierigkeiten zu meistern.
Ich sage nicht, dein Leben wird nur leicht sein,
denn ich muss dir immr wieder Prüfungen schicken,
un dich auf deinem inneren Weg vorwärts zu führen.
Ich kann dir nicht alle Hindernisse, Probleme und
Schwierigkeiten aus dem Weg räumen, aber
deine innere Kraft, mit ihnen umzugehen, stärken.
Nach jeder überwundenen Schwierigkeit,
nach jeder gemeisterten Prüfung wirst du fühlen,
wie du kraftvoller, freudiger, lebendiger geworden
und MIR damit immer näher gekommen bist.
Ich sende dir Leid, um dich zu reinigen.
Diese Prüfungen sind gleichzeitig ein Reinigungsprozess.
Alle Schwierigkeiten, alles Leid dient dazu,
die Schlacke vom Gold zu trennen.
Du gehst durch einen Feuerofenprozess,
in dem alle Verhärtungen, alles Grobe,
alles Unlebendige ausgebrochen, abgesondert und
entfernt wird.
Ich weiss, was du brauchst und wieviel du brauchst,
ich werde dir nicht ein bischen Leid zuviel senden,
es sei denn, du möchtest es aus freien Stücken übernehmen,
um anderen damit zu dienen.
Ich mache dich frei
Die schlimmsten und harnäckigsten Schlacken sind deine Gewohnheiten,
auch wenn sie noch so klein und harmlos zu sein scheinen.
Mit deinen Gewohnheiten fährst du auf lang eingefahrenen ,
tief eingegrabenen Spuren deiner Begrenzungen und Beschränkungen.
Daduch verlierst du die Fähigkeit,
offen zu sein für das, was ich dir zeigen will.
Du bist nicht frei, jederzeit das in der Situation Angemessene zu tun,
sondern handelst, wie du es immer schon getan hast.
So nimmst du dir die Möglichkeit, jeden Moment zu lernen
und innerlich zu wachsen.
Ich lasse dich wachsen
Ich habe dieses Buch als Geschenk bekommen.
In seiner Einleitung steht:
Dieses Buch ist empfangen aus dem Göttlichen,
es enthüllt dir sein Wissen nur,
wenn du bereit bist dein Inneres zu öffnen.
Seine Essenz läßt sich nicht mit kritischen,
analytischen Gedanken erfassen,
aber einem geöffneten Herzen
quellen die Reichtümer dieses Buches entgegen.
Ich wünsche dir viel Kraft
Topi1610
07.03.2006, 11:21
Liebe sternenstaub,
Deine Worte erreichen mich gerade, wo ich wirklich am Boden bin, denn meinem Sohn geht es wieder extrem schlecht. Ich habe Angst, ihn doch noch zu verlieren. Es ist schlimm für mich, einfach nur dazustehen und nichts tun zu können. Seit Tagen bete ich für ihn, dass er endlich wieder gesund wird, aber von Tag zu Tag wird es schlimmer.
Es fällt mir wirklich schwer, weiter zu schreiben, denn wenn ich an ihn denke, dann kann ich nur weinen. Ich würde ihm die Last so gerne abnehmen, auch habe ich Gott gefragt, warum er mir nicht die Krankheit gibt und den Kleinen gesund macht.
Es ging ihm doch schon wieder so gut. Warum muss er so einen Rückfall haben?
HERR, hilf doch endlich, bitte!
Sonnenstrahl
07.03.2006, 14:06
Liebe Topi,
in deiner Situation ist es schwer, Trost zu spenden. Aber mir kam gerade der Gedanke, dass du vielleicht einmal GOTT um Einsicht bittest, damit ER dir zeigen möge, was ER dich lehren will. ER hat deinen Wunsch nach Heilung deines Sohnes gehört, und SEIN WILLE ist Heilung. Aber alle Dinge stehen immer im Zusammenhang, und was hier mit dir und deinem Sohn geschieht, hat auch etwas mitenander zu tun. Deshalb bitte um Licht, bitte um Erleuchtung und frage Jesus CHRISTUS, wie du beten sollst, damit die richtige Frage gestellt wird und du die richtige Antwort erhältst.
GOTT will deinen Sohn nicht leiden sehen, und ER will auch nicht, dass er stirbt. Sei dir dessen ganz sicher. Aber irgend etwas will ER dir zeigen, und das lass zu.
In Liebe
dein Sonnenstrahl
sternenstaub
07.03.2006, 19:33
Liebe Topi,
ich weiss es ist schwer Gottes Wege wie hart sie auch sind zu akzeptieren.
Liebe Topi,
Dein Sohn ist in diese Welt mit einer Aufgabe gekommen. Er hat sich dazu seine Eltern, sein Umfeld und alles dazu nötige ausgesucht um zu wachsen und seine Aufgabe zu erfüllen.
Du kannst ihn unterstützen, für ihn beten und ihm beistehen. Es ist nicht einfach Loszulassen und Gott den Rest tun zu lassen. Glaube mir, sein Leid ist nicht umsonst, denn es reinigt ihn.
Ich möchte dir den Gedanken ans Herz legen: auch wenn er heute stirbt, sei dankbar für die Zeit mit ihm. Dann hat er seine Aufgabe in diesem Leben erfüllt, und wenn du ihn wirklich liebst, dann bist du glücklich für ihn.
Wenn wir um Angehörige trauern, sollten wir uns immer fragen warum?
Sind wir traurig, dass derjenige seine Bestimmung erfüllt hat, oder weil er uns alleine zurücklässt? Ist es nicht unser Egoismus der hier trauert?
Liebe Topi, ich sage das nicht so daher. Ich selbst habe 5 Kinder und weiss um die Sorgen einer Mutter. Vor acht Jahren habe ich meinen siebten Enkel im Alter von 20 Monaten verloren.
16 Monate Leidenszeit lag hinter ihm, z. Teil als Versuchskaninchen der Medizin in Uni Kliniken. Ein Fehler in der Versorgung nach der Geburt hatte all das verursacht.
So schwer der Abschied war, es war für alle auch eine Erleichterung.
Heute denken wir alle mit Dankbarkeit an ihn zurück, weil er uns viel gegeben hat.
Gib deinem Sohnd deine Liebe solange du es kannst und dann lass einfach los.
Topi1610
08.03.2006, 07:59
Liebe sternenstaub,
ich weiß, dass Deine Worte lieb und nett gemeint sind, aber ich glaube, ich muss Dir zum besseren Verständnis sagen, dass ich bereits ein Kind verloren habe und weiß wie man sich hinterher fühlt und wie lange es dauert, bis man darüber hinweg kommt.
Nun zu meinem Sohn. Ja, er ist im Moment schwer krank und ich habe auch Angst, dass es nicht besser wird und er sterben könnte, aber eins kannst Du mir glauben, ich setze mich jetzt nicht damit auseinander, wie es ist, wenn mein Sohn stirbt, denn das würde für mich aufgeben heißen und das tue ich nicht.
Man braucht als Mutter - und dass wirst Du doch bestimmt wissen - in dieser Zeit eher Trost und Zuspruch und nicht noch einen Tip, wie man sich verhalten soll, wenn ein Kind stirbt.
sternenstaub
08.03.2006, 12:22
Liebe Topi,
ich glaube da hast du mein Schreiben missverstanden. Ich habe versucht, dir eine andere Sichweise solcher Ereignisse aufzuzeigen, mehr nicht.
Du kannst all deine Kraft einsetzen, nur bedenke Gott allein schreibt die Regiebücher des Lebens.
Topi1610
08.03.2006, 12:32
Liebe sternenstaub,
ich weiß sehr wohl, dass nichts ohne Gottes Willen geschieht, aber ich weiß auch sehr gut, dass Gebete viel vermögen und dass Gott immer wieder Wunder geschehen lässt.
Es ist schön, wenn Du sehr emotionslos mit solchen Dingen umgehen kannst, ich kann es nicht, denn wir reden hier über mein Kind und ich möchte mir diese Sichtweise wie es ist, wenn ich mein Kind verliere nicht vorstellen, denn ich bin eher ein Mensch, der bis zum Schluss kämpft und deshalb beschäftige ich mich nicht mit negativen Gedanken, sondern denke eher positiv und frage Gott, was das alles zu bedeuten hat.
Auch weiß ich selbst, wann es Zeit ist ein Kind los zu lassen.
sternenstaub
08.03.2006, 13:06
Liepe Topi,
du verstehst es immer noch nicht. Wenn du schreibst
"Es ist schön, wenn Du sehr emotionslos mit solchen Dingen umgehen kannst, ich kann es nicht, denn wir reden hier über mein Kind und ich möchte mir diese Sichtweise wie es ist, wenn ich mein Kind verliere nicht vorstellen, denn ich bin eher ein Mensch, der bis zum Schluss kämpft und deshalb beschäftige ich mich nicht mit negativen Gedanken."
du sollst dir nicht vorstellen dein Kind zu verlieren. Ich habe gesagt falls dieser Fall eintritt hat er seine Aufgabe erfüllt und du kannst ihn loslassen.
Ich bin auch nicht emotionslos, nur sehe ich die Dinge von einer anderen Warte.
Wenn dein Sohn durch sein Leiden gereinigt wird und dem Ende seiner Aufgabe zugeht, warum willst du dann alle Kräfte einsetzen das zu verhindern?
Unsere Kinder sind nicht unser Besitz, sie sind uns gegeben um eine Lebensaufgabe zu erfülllen, zum Teil allein zum Teil gemeinsam.
Buddha sagt:
Wenn wir nicht in der Lage sind, die Wahrheit der Vergänglichkeit, des Leidens und der Selb-losen Natur aller Dinge zu sehen, wird unser Geist häufig das Opfer von Gier und Hass, und wir handeln in unrechter Weise.
Dass du dich diesem Denken vielleicht nicht anschliessen kannst ist in Ordnung.
Liebe Topi
ich weis sehr gut wie du dich fühlen mußt, immer Angst zu haben um dein Kind, ich habe das auch alles durchmachen müssen, als mein ältester Sohn 1978 den schweren Verkehrsunfall hatte und 4 Wochen im Koma lag, die Ärzte hatten keine Hoffnung mehr, weil sein Gehirn geschädigt war, aber Gott hat ein Wunder geschehen lassen und heute ist er gesund, ich wünsche dir die Kraft und die Hoffnung die ich auch damals hatte das dein Kind wieder gesund wird, ich werde auch für ihn beten.
In Liebe Elvira [smilie=kiss of love.gif]
lichtpilgerin
08.03.2006, 17:44
liebe topi,
ich wünsche dir von ganzem herzen zugang zu deiner inneren kraft und stärke, um diese für dich sehr schwere zeit auszuhalten. manchmal sind gottes wege wirklich schwer zu verstehen... doch er weiß was er tut! ich wünsche dir auch die offenheit und klarsicht, zu erkennen, was du lernen kannst in dieser situation - die bereitschaft, hinzuschauen.
vor allem aber wünsche ich dir sehr viel liebe! du bist liebe - und gott liebt dich, wie du ja weißt!
mit einer herzensumarmung
lichtpilgerin
Sonnenstrahl
08.03.2006, 20:13
Liebe Sternenstaub,
ich erlaube mir einmal, mich in deine Ausführungen einzubringen. Ich glaube, was du Topi verständlich machen willst, kann sie zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht verstehen, weil sie sich meines Wissens bisher niemals mit derartigen Gedanken auseinander gesetzt hat. Ich habe das Gefühl, sie hört deine Worte durch einen Filter, einen Filter, in dem schon festzustehen scheint, dass ihr Sohn das, was er gerade durch macht, nicht überlebt. Und damit will sie sich zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht beschäftigen. Ich kann das gut verstehen, weil es ihr jetzt ihre Kraft nehmen würde.
Du sagst, „du sollst dir nicht vorstellen, dein Kind zu verlieren...“, aber diese Vorstellung taucht automatisch auf, wenn wir uns mit dem Nachher, oder auch mit Gedanken des Loslassens auseinander setzen.
Es hat alles seine Zeit, und es gibt auch die Zeit des Loslassens und des Lernens, nicht anzuhaften und auch die Zeit des Akzeptierens. Aber ich glaube auch, dass jetzt die Zeit des Glaubens an GOTTES LIEBE für Topi da ist und die Zeit der Vergebung.
Du hast dich, wie ich selbst auch mit vielen Glaubensfragen beschäftigt und deinen Weg gefunden, mit dem Leben, so, wie es sich dir darbietet, umzugehen. Aber wir haben alle unsere Lektionen bekommen, die uns dahin geführt haben, weitere Schritte in unserem Glauben zu tun, eine andere Form von Glauben zu finden und vielleicht auch abzuweichen von dem, was wir früher gelernt hatten. Wir haben unsere Zeit gebraucht und auch unsere Lektionen. Alles entwickelt sich Schritt für Schritt. Aber ich glaube nicht, dass es einen Menschen gibt, der sich in dieser Situation, in der Topi gerade ist, irgend etwas anderes wünschen oder vorstellen kann, als dass das eigene Kind wieder gesund wird.
Alles, was geschieht, geschieht in der LIEBE GOTTES, denn auch, wenn wir oft das Gefühl haben, GOTT hilft uns nicht, so können wir ganz sicher getrost vertrauen, dass das Richtige geschieht und das Richtige gelernt wird, denn es gibt keinen anderen Weg.
Und ich wünsche mir sehr, dass deine Worte, die eine sehr wichtige Bedeutung haben, hier nicht auf falschen Boden fallen, wo sie zu Zwiespalt statt zu Einheit führen.
In Liebe
Dein Sonnenstrahl
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