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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ehrlichkeit und Offenheit


Sonnenstrahl
21.08.2005, 16:52
Ich bin etwas sprachlos, weil DU mir gerade wieder eine Aufgabe gibst. Es geht um die Frage der Offenheit. Es ist durch einen Brief von M. eine Diskussion bei uns zu Hause entbrannt, und ich habe eine andere Sicht als A., erkenne aber nicht, wo das Problem liegt.
Ich bin immer noch der Ansicht, dass wir nur voneinander lernen können, wenn wir offen und ehrlich mit einander sind, und dazu gehört für mich auch, dass wir nichts verheimlichen, was dazu bei trägt, die Lösung zu finden. Denn die Lösung ist ja immer allgemeingültig.

Was willst du genau wissen?

Ist es richtig, Dinge, die man sonst als intim bezeichnet, für andere zu öffnen? Oder sollte man einige dieser Dinge lieber für sich behalten?

Intimität ist eine Sache der persönlichen Bewertung. Jeder bewertet anders, was er für intim hält und was „man“, wie ihr sagt, nicht in die Öffentlichkeit trägt.

Ist das gut oder schlecht?

Auch das ist eine Sache deiner persönlichen Einstellung und der Einstellung eines jeden.

Aber was soll ich tun?

Du weißt doch inzwischen, dass ihr nicht beurteilen könnt, was gut oder nicht gut für euch ist. Und ICH habe dir immer wieder geraten, die Beurteilung dessen MIR zu überlassen.

Genau deshalb frage ich DICH ja jetzt auch gerade.

Und ICH sage dir, es geht nicht darum, ob es gut oder schlecht ist, sondern darum, ob es dem Einzelnen oder auch anderen Menschen weiter hilft.

Okay, dann stelle ich die Frage anders. Hilft es uns, wenn wir unsere persönlichen sogenannten Intimitäten für uns behalten, sie vor anderen verstecken, also einen Raum in uns schaffen, der nur uns selbst gehört?

Nein, es hilft euch nicht, aber manchmal ist es wichtig, dass ein solcher Raum da ist, sonst wäre in eurer Welt noch mehr Krieg und gegenseitige Verurteilung, denn ihr müsst zuerst etwas Wichtiges lernen, bevor ihr eure inneren Räumen öffnen könnt.

Was müssen wir lernen?

Ihr müsst lernen, absolut ehrlich zu sein und das vor allem gegenüber euch selbst.

Was meinst Du damit?

Dieser Raum in euch, den ihr euch für eure ganz intimen Gedanken und Gefühle geschaffen habt und zu dem ihr anderen Menschen keinen Zugang gewährt, existiert nur aus einem einzigen Grund, nämlich aus dem, eure Angst zu verbergen.

Wieso Angst?

Ihr habt so viel gelernt in eurem Leben, was euch nur behindert, nicht aber der Wahrheit entspricht. Und dazu gehören vor allem eure Urteile. Nun gibt es manche Gedanken und Gefühle in euch, für die ihr euch schämt, weil ihr gelernt habt, dass sie verwerflich, falsch, unmoralisch und schlecht sind. Dazu gehören z.B. auch negative Gedanken über andere, Wut und Hass, aber auch manches, dass euch selbst erschrecken würde, wenn ihr es euch ansehen könntet. Dazu zählt alles, wozu ihr fähig wäret, wenn euch eure Erziehung nicht gelehrt hätte, euch im Zaum zu halten, wenn es keine Gesetze und Verordnungen gäbe, die euch daran hindern. All das verbergt ihr in diesem intimen Raum. Und das wäre ja bis dahin auch kein Problem, das Problem beginnt da, wo ihr her gegangen seid und diesen Raum vor euch selbst verschlossen und den Schlüssel weg geworfen habt. Denn ihr wollt nicht hinein sehen, aus Angst, was ihr da vorfinden würdet. Denn ihr habt über all das geurteilt, und so, wie ihr hier über euch selbst geurteilt habt, so urteilt ihr auch über andere und so, glaubt ihr, urteile auch ICH über euch. Und deshalb ist es besser, der Schlüssel ist gar nicht mehr aufzufinden, und der Raum bleibt zu.
Aber genau das ist der Punkt, der auch die Erlösung vor euch verschließt. Denn ICH habe euch gesagt, dass ihr euch selbst erkennen müsst, wenn ihr MICH finden wollt. Aber dazu gehört erst einmal der Mut, den Schlüssel zu nehmen und den Raum selbst zu betreten, in dem all eure verborgenen „Schätze“ und Sünden liegen.

Und wenn wir da hinein gehen, und uns ansehen, was wir selbst über uns und andere denken, dann lernen wir uns kennen?

Ja, und das bedeutet Ehrlichkeit, dass ihr zu dem, was wirklich in euch ist, auch steht, dass ihr euch dazu stellt.

Also das ist die Voraussetzung dafür, offen zu sein.

Das ist der erste Schritt, denn zunächst einmal werdet ihr, wenn ihr diesen Raum bereit seid, zu betreten, genau die Dinge vorfinden, die ihr doch lieber versteckt halten möchtet, weil ihr euch durch sie noch schlechter fühlt.

Und was sollen wir tun, um da heraus zu kommen?

All das, was ihr hier vor findet, hat etwas mit euren Urteilen über euch, über die Welt und über MICH zu tun. Ihr habt geurteilt und ihr tut es immer noch und zwar nach den Grundsätzen eures menschlichen Verstandes.

Ja, aber wir brauchen doch auch solche Grundsätze, wie würden wir sonst miteinander auskommen, ohne uns gegenseitig zu schaden, oder uns sogar gegenseitig umzubringen?

Solange ihr eure Entscheidung, allein und separat zu bleiben, nicht ändert, ist es besser, dass ihr eure Gesetze und Moralvorschriften beibehaltet zur Schadensbegrenzung. Aber wenn ihr euch entschließt, euren Weg mit MIR weiter zu gehen, MEINE HAND zu nehmen, die euch da hinaus führen will, dann werdet ihr mit der Zeit erkennen, dass die LIEBE in euer Leben getreten ist, die alle eure bösen Gedanken, die nur zu eurer Selbstverurteilung geführt haben, auflöst, und ihr könnt aus eurem Kerker heraus treten und seid frei.

Moment, wenn DU mit uns gehst, dann brauchen wir also keine Gesetze und Vorschriften mehr?

Wovor fürchtet ihr euch?

Vor anderen, vor den Bösen in unserer Welt, die nicht davor zurück schrecken, andere zu schädigen, sie zu verletzen oder zu töten.

Ihr werdet lernen, zu verstehen, dass es den anderen in Wahrheit gar nicht gibt, sondern dass der andere immer nur ein Spiegel eures Selbstes ist.

Ich finde aber, dass die anderen sehr real sind, was man ja gerade jetzt wieder in unserem Forum sehen kann, und wie unterschiedlich unsere Meinungen sind.

Was ihr seht, sind Körper, Personen, die sich hier auf dieser Erde bewegen. Was sie bewegt ist eines, das BIN ICH.

Also du tust auch das Böse durch sie?

ICH tue alles durch den Menschen.

Dann bist DU auch das Böse?

Alles, was der Mensch ist, BIN ICH.

Hör mal, das dürfen wir aber nicht laut sagen, sonst kriegen wir ganz schöne Scherereien.

(Lachen) Du weißt genau, dass es so ist, wie ICH sage.

Ja, ich weiß es, aber das versteht kein Mensch, der sich nicht lange damit auseinander gesetzt hat, um es zu verstehen.

Was ihr seht und erlebt ist nicht die Wahrheit, das ist der Punkt, und deshalb ist auch das Böse nicht die Wirklichkeit. Es ist nur ein Urteil, und dieses Urteil hat der Mensch geschaffen.

Ja, aber damit willst DU doch wohl nicht sagen, dass es nicht böse ist, wenn einer einen anderen umbringt?

Wenn ihr lerntet, dass ihr Niemanden wirklich umbringen, sondern ihn nur um seinen Körper bringen könnt, dann würdet ihr aufhören, euch gegenseitig umzubringen.

Warum machst du das denn mit?

ICH habe euch meine Kraft und einen freien Willen gegeben. Ihr selbst entscheidet, was ihr damit zu tun gedenkt. Und solange ihr euch nicht wieder mit MIR vereint, werdet ihr Fehler machen. Diese Fehler können sehr schmerzhaft für euch sein. Aber gerade dadurch, dass ihr Fehler macht und dass ihr darunter auch leidet, lernt ihr die Bereitschaft, euch wieder an MICH zu wenden, damit ICH euch den richtigen Weg zu gehen lehre.

Jetzt sind wir aber ganz schön vom Weg ab gekommen mit der Frage, ob wir Intimitäten für uns behalten sollten.

Die Antwort lautet, dass euch dieses Verhalten letztlich nicht nützlich ist, denn ihr müsst lernen, zu erkennen, dass es nichts gibt, was euch wirklich schaden kann. Aber solange ihr euch persönlich so wichtig nehmt, wie ihr es jetzt tut, solange werdet ihr auch nicht bereit sein, euren intimen Raum ganz leer zu machen und zu erkennen, dass es nicht notwendig ist, etwas zu verstecken und dass ihr es in Wirklichkeit auch gar nicht könnt.

DU meinst also, nur die Angst vor uns selbst, vor unseren scheinbaren Sünden und vor den anderen und vor DIR hält uns davon ab, ganz offen und ehrlich gegenüber unseren Mitbrüdern zu sein?

Genau so ist es. Aber es ist nicht hilfreich. Solange jedoch, wie ihr diesen Raum nicht selbst betretet und euch vergebt dadurch, dass ihr MIR eure Urteile anvertraut, die ICH für euch aufheben will, solange werdet ihr auch nicht bereit sein, euch anderen gegenüber wirklich ganz zu öffnen.
Wenn ihr euch also nicht bereit findet, alles, aber auch alles mit anderen zu teilen, dann beginnt damit, zunächst einmal euch selbst gegenüber ehrlich zu sein und hinzuschauen, wo genau, ihr euch verurteilt habt, denn genau dieses Urteil projiziert ihr auf die Menschen um euch herum und deshalb habt ihr Angst vor ihnen, weil ihr Angst vor euch selbst habt, vor euren eigenen Urteilen.

Ganz schön harter Tobak, findest DU nicht?

Eigentlich nicht, es ist ganz leicht, und du kannst nur dadurch gewinnen.

Ich weiß, danke!

Maja
21.08.2005, 17:57
Ich finde deinen Dialog sehr interessant.

Auch finde ich dass Ehrlichkeit und Offenheit sehr wichtig sind. Bin ich aber deshalb unehrlich, wenn ich nicht in aller Öffentlichkeit über Dinge sprechen möchte die meiner Meinung nach zu intim sind?

Ich denke dass es alleine meine Entscheidung ist, was ich erzähle und was nicht, ohne dass ich mich für unehrlich halte.

Das hat mich schon etwas betroffen gemacht. ( diese Betroffenheit werde ich gleich zur Heilung abgeben.) Denn auch sie enthält eine Botschaft für mich.

Ich lerne ja auch gerade auf IHN zu hören und auf das was ER mir sagt. Und wenn ich es nicht in mir habe über gewisse Dinge zu reden, dann werde ich es auch weiterhin nicht tun.( ohne mich unehrlich zu fühlen)

Ich bewundere jeden der das kann und vielleicht habe ich auch eines Tages eine andere Sicht dazu.
Maja

Sita
21.08.2005, 18:08
Ja, Ich glaube, das ist die Wahrheit und ich nehme sie an. Auch wenn ich noch nicht richtig sehen kann, was mir gespiegelt wird, so weiß ich doch, das ich verantwortlich bin für das, was ich sehe. Und ich wähle die Gefühle, die ich erfahre. Leider finde ich die Stelle grad nicht, wo das steht.

Aber eine andere Stelle S.625 Textbuch Abs.2

Ein Traum des Urteils ist in den Geist gekommen, den Gott vollkommen wie sich selber schuf. In diesem Traum wurde der Himmel in die Hölle umgewandelt und Gott zu Seines Sohnes Feind gemacht. Wie kann der Gottessohn nun aus dem Traum erwachen? Es ist ein Traum des Urteils. So darf er denn kein Urteil fällen - und er wird erwachen. Denn der Traum wird anzudauern scheinen, solange er Teil von ihm ist. Richte nicht, denn der, der richtet, wird Götzen brauchen, die verhindern, daß das Urteil auf ihm selber lastet. Auch kann er das Selbst nicht erkennen, das er verurteilt hat. Richte nicht, weil du dich selbst zu einem Teil von bösen Träumen machst, in denen Götzen deine wahre "Identität" und deine Erlösung von dem Urteil sind, das du in Angst und Schrecken und Schuld auf dich selber legtest.

Sita
21.08.2005, 18:15
Mein oben stehender Beitrag war auf den Dialog bezogen.

Aber jetzt finde ich es total interessant, denn Maja, ich habe den Eindruck, Du siehst jetzt durch einen Filter. Lies noch mal, denn ER schreibt.

Zitat:
Solange jedoch, wie ihr diesen Raum nicht selbst betretet und euch vergebt dadurch, dass ihr MIR eure Urteile anvertraut, die ICH für euch aufheben will, solange werdet ihr auch nicht bereit sein, euch anderen gegenüber wirklich ganz zu öffnen.
Wenn ihr euch also nicht bereit findet, alles, aber auch alles mit anderen zu teilen, dann beginnt damit, zunächst einmal euch selbst gegenüber ehrlich zu sein und hinzuschauen, wo genau, ihr euch verurteilt habt, denn genau dieses Urteil projiziert ihr auf die Menschen um euch herum und deshalb habt ihr Angst vor ihnen, weil ihr Angst vor euch selbst habt, vor euren eigenen Urteilen.
Zitat Ende.

Sonnenstrahl
22.08.2005, 16:28
Mein oben stehender Beitrag war auf den Dialog bezogen.

Aber jetzt finde ich es total interessant, denn Maja, ich habe den Eindruck, Du siehst jetzt durch einen Filter. Lies noch mal, denn ER schreibt.

Zitat:
Solange jedoch, wie ihr diesen Raum nicht selbst betretet und euch vergebt dadurch, dass ihr MIR eure Urteile anvertraut, die ICH für euch aufheben will, solange werdet ihr auch nicht bereit sein, euch anderen gegenüber wirklich ganz zu öffnen.
Wenn ihr euch also nicht bereit findet, alles, aber auch alles mit anderen zu teilen, dann beginnt damit, zunächst einmal euch selbst gegenüber ehrlich zu sein und hinzuschauen, wo genau, ihr euch verurteilt habt, denn genau dieses Urteil projiziert ihr auf die Menschen um euch herum und deshalb habt ihr Angst vor ihnen, weil ihr Angst vor euch selbst habt, vor euren eigenen Urteilen.
Zitat Ende.

Ich bin dir sehr dankbar für seine Aufmerksamkeit. Ich habe das auch gesehen, aber du hast es so schlicht und treffen klar gestellt, dass keine Frage offen blieb und das Missverständnis sofort ausgeräumt werden konnte.
in Liebe Sonnenstrahl