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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warum ist wo Freude ist auch gleichzeitig Leid?


Topi1610
12.07.2005, 16:01
Letzte Woche Donnerstag bin ich Oma geworden und es war ein richtig schönes Gefühl, muss ich sagen :lol:

Mutter und Kind waren wohlauf. Gestern nun hatte K. ihre Abschlußuntersuchung und das Ergebnis war nicht so gut. Der Doc hat in einer ihrer Brust einen Knoten gefühlt, der definitiv nicht vom Milch abpumpen kommt. Jetzt muss sie in vier Wochen noch einmal zur Kontrolle. Der Doc sagte ihr, dass er sich nicht gut anfühlt und wahrscheinlich auch nicht von der Hormonumstellung kommt. Sie selbst verdrängt es, aber ich mache mir doch große Sorgen.

Gestern im Zug nun, auf dem Weg von der Arbeit nach Hause, habe ich mit IHM gesprochen, warum er so etwas zulässt. Wieso K. es hat und nicht ich. Seine Antwort hat mich schon etwas erschüttert, nämlich, dass K. und mein Partner mich die nächste Zeit brauchen, genauso wie meine beiden kleinen Kinder. K. muss es durchleben, damit sie nicht wieder in ihren alten Trott verfällt. Ich habe dann argumentiert, dass sie doch erst 17 ist und ihr Leben noch vor sich hat, ich aber schon mit meinen 32 vieles erlebt habe, aber ER wollte nicht weiter mit mir darüber sprechen.

Ich muss Euch ganz ehrlich sagen, diese Antwort lässt mich nicht mehr los und beunruhigt mich doch etwas. K. weiß, dass ich immer für sie und das Kind da bin, aber sie hätte doch nicht gleich mit so einer Diagnose konfrontiert werden müssen.

Warum kann man sich nicht einfach nur freuen?? :( :(

Sonnenstrahl
12.07.2005, 22:32
Liebe Topi,

ich kann mir denken, wie es in dir aussieht, denn ich habe auch Kinder, und nichts ist größer als die Liebe, die wir für unsere Kinder empfinden.
Du schreibst es auch, du würdest das, was deine Tochter jetzt erlebt, lieber selbst auf dich nehmen, um es ihr zu ersparen. So groß ist deine Liebe, dass du letztlich dein Leben für sie geben würdest, wenn du eine Wahl hättest.
Dir geht es nicht darum, sie für dich zu behalten, du möchtest jeden Schmerz von ihr nehmen.

Ich glaube aber, dass die Liebe Gottes zu uns noch unendlich viel größer ist, als die Liebe, die wir Menschen kennen. Und deshalb bin ich überzeugt, dass ER noch viel weniger Leid und Schmerz für uns will.

Ich glaube nicht, dass ER tatenlos zusieht, wie wir in unser Verderben laufen, sondern ER reicht uns immer SEINE HAND, wir müssen sie nur nehmen, und das vergessen wir allzu oft. Wir beten und bitten, aber wo ist unser Vertrauen, wenn uns Ängste und Sorgen plagen? Wir glauben, GOTT sieht getrost dabei zu!?
Vielleicht ist es ganz anders.

In deinem Kopf wüten jetzt die schrecklichsten Bilder. Du hast schwere Krankheit, Schmerz, Leiden und sogar den Tod vor Augen. Vor lauter Sorge kannst du vielleicht kaum noch einen klaren Gedanken fassen.
Doch GOTT ist bei dir und sagt: „Vertrau MIR!“

Nimm jetzt SEINE HAND. Die Bilder in deinem Kopf sind nur Fantasie. Sie sind Vorstellungen von dem, was wir Erfahrungen nennen, aber sie sind nicht real. Sie gehören allesamt der Vergangenheit an, denn die Zukunft können wir nicht kennen, die kennt nur GOTT allein.
Vielleicht gibt ER dir hier eine schwere Prüfung, ob deine Kraft groß genug ist, deine Liebe zu IHM, dass du IHM jetzt deine Tochter anvertraust im vollkommenen Vertrauen auf SEINE LIEBE. Und wenn du das tust, wirst du sicher erkennen: ER ist für euch da.

Lass die Horrorgedanken der Angst los, denn sie helfen dir nicht. Wenn irgend etwas oder irgendjemand helfen kann, dann nur GOTT, unser Vater, der uns über alles liebt.

Ich wünsche dir von ganzem Herzen SEINEN SEGEN und SEINE KRAFT, die euch helfen und heilen möge.

In Liebe Sonnenstrahl